Naja, ich geb auch mal meinen Senf dazu:
1. Gibt es weltweit ca. 50-80 Millionen Casualgamer (4-10h pro Woche) die gerne ein Spiel mit Fortschritt und Online spielen möchten.
(Brasilien zum Beispiel hat 30 Millionen Onlinespieler, aber kaum oder keine Spiele wegen der Hardware, in 2007 gab es in Brasilien ein Browsergame mit 20 Millionen brasilianischen Spielern)
Da diese Spieler aber wenig Zeit haben, sind sie in jedem MMO grundsätzlich unterlegen, zu schwach und dadurch demotiviert.
Der Spielentwickler hat sich nun an einem neuen System versucht, das möglicherweise mit der Zeit um die 5-10 Millionen Casualgamer begeistern könnte. Dazu kommt, dass genau Casualgamer die Kunden sind, die sich jeder Publisher wünscht: Wenig online, wenig Serverressourcen einnehmend, wenig Supportleistungen in Anspruch nehmend, weniger Content in einem gewissen Zeitraum fressend. Nur mit den Kunden verdient man bei Onlinespielen Geld.
2. So viel ich weiss hat China nun eine beschränkte Zeit, wo sie sich online bewegen dürfen (2 Stunden / Tag ?). Das FF14 Setting ist nach wie vor asiatisch und könnte, angepasst an diese Regulierung, genau das sein, was sich die Leute in China wünschen.
Rechnet man das zusammen als Entwickler und als Publisher, entstehen folgende Vorteile:
60 Millionen Kunden denen das gefallen könnte, weil es ein neues Spielsystem ist.
Viel weniger Entwicklungs und Betriebskosten.
Weniger Content zum Entwickeln und Publishen.
Das Resultat nach einem Jahr wird zeigen, ob das System funktioniert. Falls es funktioniert, werden neue Entwickler das kopieren. Falls es nicht funktioniert, nice try
Klar ist jedoch, dass das System für Progamer in US & Europa nicht funktioniert. Aber das sind dann auch nur 5-10 Millionen potentieller Kunden, die bereits auf 10 aktive MMOs verteilt sind.
Ich persönlich finde das neue System hervorragend, da ich eben Casualgamer bin und nicht Progamer.
MfG